PRRU Skriptum – Kapitel 1. 1
I) Inhalt 1
1 Routeradministration. 1
1.1 Aufbau eines Routers. 1
1.2 Administrativer Zugriff auf den Router 1
1.3 Konfiguration des Routers. 2
1.4 Command Line Interface. 2
1.5 Passwörter: 2
1.5.1 Passwörter konfigurieren. 3
1.6 Namensvergabe für Interfaces. 3
1.7 Command Line Help Funktionen. 3
1.8 Beispielkommandos. 3
1.9 Funktionsweise überprüfen. 4
1.10 Konfiguration am Router anzeigen lassen. 4
1.11 Interpretation des Interface Status. 4
1.12 Start des Routers. 4
1.13 Konfiguration Register 5
1.14 Password recovery. 5
1.15 Anzeigen von Systeminformationen. 5
1.16 Syslog – Meldungen. 5

- CPU
- ROM: Beim Starten POST (Power-On Self Test)
enthält ein kleines Betriebssystem (ROMMonitor) für Fehlerfall beim Laden
des IOS
Bootable IOS
- RAM: enthält
Running-config
- NVRAM: non-volatile (nicht flüchtiger) RAM
enthält Startup-config und Configuration Register
- Flash: IOS 12X (Internet OS), komprimiert
gespeichert
- Interfaces:
- Ethernet
- Seriell
- ISDN
- Konsole: RJ45 Ausgang, mit Adapter auf 9poliges DSUB
Rollover Kabel
Rollover Kabel: Pin8 auf Pin1, Pin7 auf Pin2...

Abbildung 1.2a: Möglichkeiten
zur Konfiguration des Routers
- Über den Konsolenport, einem RJ45-to-DSUB Adapter und ein Rolloverkabel verbindet
man den Router mit dem seriellen Port des PCs. Mit einem Programm wie
Hyperterminal kann man auf den Router zugreifen und ihn administrieren.
Dabei wird eine Datengeschwindigkeit von 9600 Baud verwendet.
- Über Ethernetanschluss: Verbindung erfordert konfiguriertes IP
Als Programme können Telnet oder TFTP (basiert auf UDP) verwendet werden.
- Über AUX-Port: Mit einem angeschlossenen Modem kann
auch von extern auf den Router zugegriffen werden (so wird die Firewall
umgangen).
- Setup: Menügeführte Installation und Konfiguration
des Routers
Wird aufgerufen wenn beim Hochfahren des Routers kein Konfigfile geladen
wurde
- Über Weboberfläche: bei CISCO nur Teil der
Einstellungen änderbar
- Command Line Interface: Häufigst verwendet
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Mögliche Kommandos
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Prompt
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Einstellungen die sich auf das Interface beziehen
z.B. IP Adresse, Clockrate
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Interface
Konfigurations Mode
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ROUTERNAME(config_if)#
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interface <Name>
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exit ¯
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Einstellungen die sich auf den gesamten Router beziehen
z.B. Name
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Globaler
Konfigurations Mode
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ROUTERNAME(config)#
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configure terminal
(
config t )
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exit ¯
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Anzeigen von Konfiguration
Debugmodus aktivierbar
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Privileged Mode
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ROUTERNAME#
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Enable
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disable ¯
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Begrenzter Befehlssatz
Keine Konfiguration möglich
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User
Mode
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ROUTERNAME>
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Um von einem beliebigen Mode zurück zum User Mode zu
springen, kann EOF (Ctrl+Z) verwendet werden.
- Konsole, VTY, AUX für Zugriff von extern
- Enable Passwort, um in den Privileged Mode zu gelangen
- Von der Konsole:
ROUTER(config)#
line
console 0 // console 0 als Line
ROUTER(config-line)# login
ROUTER(config-line)# password cisco
- VTY:
ROUTER(config)#
line
vty 0 4 // VTY 0 bis 4 als Line
ROUTER(config-line)# login
ROUTER(config-line)# password cisco
- Das enable Passwort setzen:
ROUTER(config)# enable password cisco
- Das secret Passwort (wie enable Passwort, nur
verschlüsselt – sind beide gespeichert gilt nur das secret Passwort):
ROUTER(config)# enable
secret safran
Interfacekarten sind durchnummeriert, danach die
verschiedenen Stecker.
Beispiel: Karte 1, Stecker 0: ethernet1/0 (bzw. Kurzform
e1/0).
Fast Ethernet: fa0/1
Serielle Schnittstelle: serial0/0 (bzw. s0/0) und serial0/1
(s0/1)
- ? Alle möglichen Befehle in diesem
Mode
- s? alle Befehle die mit s beginnen
- show ? Parameter von show
- sh<tab> ergänzt Eingabe
- %incomplete command Fehlende Parameter
- %ambiguous command Keine vollständige Eingabe
- Invalid input Ungültige
Eingabe – Fehlerstelle mit ^ gekennzeichnet
- Befehlsspeicher
- Terminal history size x Setzt Anzahl der
gespeicherten Befehle
- Ctrl+A Beginn der Zeile
- Ctrl+E Ende der Zeile
- Ctrl+P letzter Befehl
- Esc+B ein Wort zurück
- Esc+F ein Wort nach vorne
- Message of the Day :
banner motd
“Nachricht des Tages”
- Interface Beschreibung:
interface
ethernet 0/1
description „Beschreibung dieses Adapters“
- ping
<HOSTNAME/IP>
schickt einen ICMP (Internet Control Message Protocol) Echo request
Empfänger sendet ein Echo Reply
Zeigt an: Anzahl der Pakete (verlorene) und wie hoch die Verzögerungszeit
(Latency) ist
- tracert
<HOSTNAME/IP>
Zeigt Routenwahl zum Ziel an
Tracert sendet dazu Pakete mit sehr geringer TTL aus. Die Pakete kommen
dann vom Router retour. Dann sendet Tracert einen Paket mit einem höheren
TTL und wartet auf die Antwort, bis der Zielserver erreicht ist.
- An der NIC leuchtet die Link-LED, wenn das Kabel (Layer 1)
korrekt funktioniert.
show interface <type>
<slot/number>
Zeigt die Konfiguration des Interfaces an.
- Type: ethernet, fastethernet, serial
- Slot/number: identifiziert den Slot und die Portnummer
Bsp.: show
interfae ethernet0/2
Serial is up, //
Hardwarelayer funktioniert
line
protocol is up // Data
Link Layer funktioniert
Wenn ein Interface mit shutdown abgeschalten
wurde, meldet show interface ‘administrative down’
show
running-config
Aktuell laufende Konfiguration
show
startup-config
Gespeicherte
Konfiguration im NVRAM
Wird beim
Hochfahren verwendet
copy
running-config startup-config
Speichert die
aktuelle Konfiguration
- POST (Power-On Self Test)
- Laden des Bootstrap (aus dem ROM)
- Suchen der IOS Software (Lokationen mit dem
Config-Register steuerbar)
- aus dem Flash
- von einem TFTP Server
- aus dem ROM
- IOS laden und dekomprimieren
- Suchen der Startup Konfiguration (startup-config) (mit
Einstellungen im Config-Register steuerbar)
- Laden der Startup Konfiguration

die letzten 4 bit des 16 Bit Controlregister bestimmen wie
der Router bootet:
- 0 ROM Monitor mode (der Router bootet nur
Mini-OS)
- 1 Boot vom ROM
- 2-F NVRAM wird nach Boot Kommandos durchsucht
- boot system ROM
- boot system flash
- boot system flash filename
- boot system tftp 10.1.1.1 filename
Das 3. Bit im High Nibble entscheidet ob beim Starten des
Routers die im NVRAM gespeicherte Datei startup-config geladen wird oder nicht
(0 = Lade startup-config, 1 = ignoriert die startup-config).
- Router aus- und wieder einschalten
- Während des Startprozesses (ca. 60sec) BREAK am Client
drücken
- Router unterbricht den Ladevorgang des IOS und lädt nur
das Mini-OS (ROMMON)
- 3. Bit des High Nibble des Config-Register wird auf 1
gesetzt (wir setzen also das Config-Register auf 2142 (Std.: 2102).
Kommando: confreg
- Restart
- Starten ohne Verwendung der startup-config
- Wechseln in den enable-Mode (enable) – keine Passwortabfrage wegen leerer
Konfigdatei
- Kopieren der startup-config in die running-config
(copy startup-config
running-config)
- Mit show running-config
können wir uns nun die Passwörter ansehen (solange sie im Klartext
gespeichert sind)
Ist das Passwort verschlüsselt gespeichert, überschreiben wir das
Passwort, indem wir ein secret-Passwort setzen.
- Sichern der running-config in der
startup-config (copy
running-config startup-config)
- Config-Register unbedingt wieder zurücksetzen! Wir setzen
das Config-Register auf 2102. (config-register)
Mit
show version
ist die Anzeige von Systeminformationen möglich.
Stellt der Router eine Änderung des Zustandes eines
Interfaces fest, generiert er eine Systemmeldung (syslog Meldung). Diese kann
je nach Konfiguration unterschiedlich behandelt werden.
Wenn eine Syslog Meldung generiert wird und ein User über die
Konsole mit dem Router verbunden ist, wird die Meldung auf seinem Schirm
ausgegeben.
Diese direkte Benachrichtigung kann deaktivieren werden:
Router(config)# line
console 0
Router(config-line)# logging
synchronous
Damit wartet der Router, bis der User mit der Eingabe fertig
ist und sendet erst dann die Warnung.
User, die per Telnet verbunden sind, erhalten die Syslog
Meldungen per Voreinstellung nicht. Um die Meldungen zu erhalten, verwenden wir
terminal monitor
Syslog Meldungen können auch am Router gespeichert werden:
logging buffered
Die Meldungen können später mit
show logging
angezeigt werden.
Bei größeren Netzwerken werden die Meldungen nicht am
Router, sondern auf einem Server gespeichert. Dies kann mit dem Befehl:
logging <hostname>
eingeschalten werden.
Auch für größere Netzwerke ist die Lösung mit einem SNMP
(Simple Network Management Protocol) Server geregelt. Mit
enable trap
kann diese Funktion am Router aktiviert werden.